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Projekt Wirtschaft inklusiv gestartet

Partner des Projektes "Wirtschaft inklusiv"

30.10.2013 / BAG abR / News

In Fulda trafen sich am 23. Oktober die acht Partner des Projektes "Wirtschaft inklusiv" zur Organisation der regionalen Teilprojekte
 

Rahmen

"Wirtschaft inklusiv" ist der Titel eines neuen Projektes, das auf Initiative und in enger Zusammenarbeit mit der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) zustande gekommen ist und vom BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) mit Mitteln aus der Ausgleichsabgabe gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, Unternehmen verstärkt für die Ausbildung und Beschäftigung von (schwer-) behinderten Menschen aufzuschließen, das Engagement der Wirtschaft für Inklusion zu verstärken und zu dokumentieren und damit einen Beitrag zu leisten zur bundesweiten Kampagne "INKLUSION GELINGT!" der Spitzenverbände der Wirtschaft BDA, DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) und ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks).

Das Projekt ist am 1. August 2013 gestartet und wird durchgeführt von der Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation (BAG abR) e. V., einem Zusammenschluss wirtschaftsnaher Bildungswerke und Akademien der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH.

Mit dem Projekt wird insbesondere die Vernetzung der bestehenden Angebote der vorhandenen Akteure und Strukturen für die besondere Aufgabe der Umsetzung des "Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (UN-Behindertenrechtskonvention) unterstützt. Es werden keine neuen Einrichtungen und Strukturen geschaffen.
 

Struktur

Das Projektdesign sieht vor, regionale Teilprojekte in acht verschiedenen Bundesländern zu initiieren und durchzuführen. Träger dieser Teilprojekte sind die im jeweiligen Bundesland vertretenen Bildungswerke (Niedersachsen, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern) und Akademien der FAW (Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen) als Mitglieder der BAG abR, die dabei eng mit den jeweiligen Arbeitgeberverbänden zusammenarbeiten. In den Teilprojekten werden zudem regionale Schwerpunkte umgesetzt. Damit fließen regionale Gegebenheiten und Netzwerkstrukturen in das Projekt ein.

Ein zentrales Koordinationsprojekt steuert und bündelt auf Bundesebene die Aktivitäten und Erfahrungen der Teilprojekte, um sicherzustellen, dass regionale Impulse für Ausbildung und Beschäftigung gesetzt werden und um über die Auswertung der Teilprojekte neue Ideen für die inklusive Gestaltung der Arbeitswelt zu gewinnen.

Das Gesamtprojekt beginnt zunächst mit der Planung, Vorbereitung und Organisation der regionalen Teilprojekte. Diese nehmen dann am 1. Februar 2014 mit einer dreijährigen Laufzeit ihre Arbeit auf.
  

Aufgaben und Inhalte

Übergeordnete Aufgabe der Teilprojekte wird es sein, Unternehmen für die Ausbildung und Beschäftigung von behinderten Menschen zu sensibilisieren und für mehr Inklusion zu gewinnen. Die Akteure des Projektes sollen mit ihrem direkten Zugang zu den Betrieben und unter Nutzung des Vorteils, dass die Bildungswerke und Akademien der FAW die Belange von Betrieben verstehen und mit den Betrieben eine "gemeinsame Sprache" sprechen, als Netzwerker agieren und so Unternehmen an das Thema und die bestehenden Strukturen, Zuständigkeiten und Fördermöglichkeiten heranführen.

 
Berater und Inklusionslotsen werden dazu in den einzelnen Regionen aktiv auf die Unternehmen zugehen, um die vorhandenen Fachdienste, Einrichtungen, Organisationen und Institutionen der beruflichen Teilhabe und Rehabilitation behinderter Menschen bei den Unternehmen vorzustellen und entsprechende Ansprechpartner zu vermitteln. Es sollen insbesondere die Personalverantwortlichen der Unternehmen unterstützt werden, die zu diesem Thema bislang noch nicht über ausreichende Informationen und Kenntnisse verfügen. Dieser Prozess wird in enger Abstimmung mit den regionalen Unterstützungsnetzwerken umgesetzt.
Insofern werden gezielt keine neuen Einrichtungen und Strukturen geschaffen, sondern die Inklusionslotsen sollen aus der Wirtschaft heraus die Betriebe wie auch die existierenden Partner unterstützen und spezifisches Know-how vermitteln, damit vorhandene Strukturen, Unterstützungssysteme und Förderleistungen besser genutzt werden. In den jeweiligen Regionen soll dazu ein stabiler und verlässlicher Arbeits- und Kommunikationszusammenhang zwischen den Betrieben sowie dem Integrationsamt, den Integrationsfachdiensten, den Rehabilitationsträgern und den Arbeitsmarktinstitutionen sowie Fachleuten und Experten befördert werden. Inhaltliche Schwerpunkte werden die Felder Ausbildung, Beschäftigung und Prävention sein. Methodisch wird die persönliche Beratung von Personalverantwortlichen eine zentrale Funktion übernehmen, um bessere Rahmenbedingungen für die Ausbildung und Beschäftigung von (schwer-) behinderten Menschen in den Betrieben zu schaffen und um in der Folge mit weitergehenden Aktivitäten wie Runden Tischen, Informationsveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen, Netzwerken und der Nutzung moderner Kommunikationswege inklusive Veränderungen in den Unternehmen zu befördern. Sowohl die Agentur für Arbeit als auch die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen weisen in ihren jüngsten Veröffentlichungen bereits auf das Projekt "Wirtschaft inklusiv" hin.

 

Ansprechpartner:

Manfred Otto-Albrecht
Wirtschaft inklusiv
Mail:  manfred.otto-albrecht@faw.de

 

Weiterführende Links:

Pressemeldung Agentur für Arbeit
"Inklusionsinitiative für Ausbildung und Beschäftigung vereinbart" | Presse Info 03 v. 25.10.2013

Pressemeldung Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
http://www.behindertenbeauftragter.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2013/PM35_Inklusionsinitiative.html

 

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