BAG > Details-Aktuelles

Rückblick: BWSA-Fachtagung „Unbehindert arbeiten“

Podiumsdiskussion zu den Herausforderun­gen bei der Unterstützten Beschäftigung.

15.11.2012 BWSA / News

Vorgehensweise und Wirksamkeit der Wiedereingliederung im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung standen im Fokus der Veranstaltung in Magdeburg. „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, mit Artikel 3 des Grundgesetztes eröffneten Dagmar Albert und Ronald Burchert, die Geschäftsführer des Bildungswerkes der Wirtschaft Sachsen-Anhalt e. V., die Fachtagung zur „Unterstützten Beschäftigung" am 28.11.2012 in Magdeburg.

Unter dem Motto „Unbehindert arbeiten“ tauschten sich gut 20 Vertreterinnen und Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, des Ministeriums für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt, der Hochschule Magdeburg-Stendal und verschiedener Kosten- und Rehabilitationsträger zur Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben aus. Seit einigen Jahren werden auf Bundes- wie auch auf Länderebene Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen von unterschiedlichen Rehabilitationsträgern diskutiert, beschlossen oder in Maßnahmen und Projekten umgesetzt. Den Rahmen dafür bildet das Arbeitsmarktinstrument mit dem sperrigen Namen „INBEQ“ (Maßnahmen zur individuellen betrieblichen Qualifizierung) im Rahmen der „Unterstützen Beschäftigung“.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der FachtagungGemeinsam diskutierten die Teilnehmer/innen Vorgehensweise und Wirksamkeit der Wiedereingliederung im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung. Anhand von praktischen Beispielen und Erfahrungsberichten – auch eines Unternehmers, der Anfang nächsten Jahres einen jungen Mann mit Behinderung einstellen wird – wurden die Ergebnisse der letzten Jahre resümiert. Zwei zentrale Themen kristallisierten sich dabei heraus: Bei der Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderung – oft mit Mehrfachbehinderungen – gilt es, die individuellen Potenziale und nicht die Handicaps in den Mittelpunkt der Vermittlungs- und Unterstützungsbemühungen zu stellen. Handlungsbedarf gibt es aus Sicht der Tagungsteilnehmer/innen auch im Bereich der Berufsbegleitung. Diese wird von den Kostenträgern nur für Menschen mit Schwerbehinderungen finanziert, das Instrument der Berufsbegleitung ist somit für einen Großteil der Menschen mit Handicaps – also all denjenigen, die keinen Schwerbehindertenstatus haben – nicht nutzbar.

Schnell wurde deutlich: der Bedarf, sich auszutauschen, war bei allen Teilnehmer/innen enorm. Es entwickelten sich spannende Gespräche und Diskussionen, die auch in den Pausen und nach Veranstaltungsende fortgesetzt wurden. Eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema wurde von allen Teilnehmer/innen begrüsst.

Infokasten:
Die Unterstützte Beschäftigung stellt seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland einen wichtigen und festen Bestandteil der beruflichen Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderungen dar. Das Bildungswerk der Wirtschaft Sachsen-Anhalt e. V. arbeitet seit 2009 im Rahmen der „individuellen betrieblichen Qualifizierung“ nach dem Modell der Unterstützten Beschäftigung und bietet somit Menschen mit Behinderungen einen Weg ins Arbeitsleben.

Kontakt:
Bildungswerk der Wirtschaft Sachsen-Anhalt e. V.
Seepark 7
39116 Magdeburg
Tel.: 0391 74469-600
www.bwsa.de

Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen bei der Unterstützenden Beschäftigung Grußwort von Adrian Maerevoet BWSA-Geschäftsführerin Dagmar Albert
Podiumsdiskussion zu den Herausforde­rungen bei der Unterstützten Beschäftigung: Prof. Dr. Matthias Morfeld (Rehabilitations­psychologe an der Hochschule Magdeburg-Stendal), Ronald Burchert (2. Geschäftsführer des BWSA e. V.), Adrian Maerevoet (Landes­beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Sachsen-Anhalt), Lars Nentwich (Bundesagentur für Arbeit) (v.l.n.r.) Grußwort von Adrian Maerevoet, Landes­beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Sachsen-Anhalt. BWSA-Geschäftsführerin Dagmar Albert bei der Eröffnung der Veranstaltung.

Zurück